mit hilfreicher Unterstützung dieses Forums habe ich vor ein paar Jahren mein Dach gedämmt. nun soll es mit dem Ausbau weiter gehen. Dazu habe ich ein paar Fragen und hoffe erneut auf Ihre fundierte Hilfe.
Zum Ist-Zustand: Doppelhaushälfte 50er Jahre. Dachneigung 35 Grad; Aufbau (von außen): Betondachsteine - Lattung (keine Konterlattung) - Unterspannbahn (nicht diffusionsoffen) - Sparren (4 x 20 cm) aufgedoppelt mit Latten 4 x 2 cm (für Hinterlüftung, Luftdurchlass an Traufe und First vorhanden) - Zwischensparrendämmung ZKF 180 mm WLG 035 - darunter Dampfbremsfolie Owolen sd-Wert 150. So weit, so gut ...
Schon weil der Sparrenabstand stolze 100 cm misst und die Dämmung dadurch leider etwas durchhängt, muss ich eine zusätzliche Querlattung anbringen. Ich denke an Latten 40x60 oder 40x50 im Abstand von ca. 50 cm, darauf dann Beplankung mit Gipskartonplatten.
Jetzt endlich die Frage: Ist es (Kosten-Nutzen-Relation) sinnvoll, die Lattung für eine Untersparrendämmung zu nutzen? Wenn ja, wie dick darf sie sein? Ich denke da an die berühmte 20 %-Regel, deren Anwendung mir allerdings Kopfzerbrechen bereitet: Danach soll ja max. 20 % der Dämmung raumseitig der Dampfbremse sein. Bei den Beispielsrechnungen werden dann aber meist die 20 % aus der außenseitigen Dämmung gerechnet. Müsste man aber nicht korrekterweise aus der fiktiven gesamten Dämmung - also einschließlich der zu errechnenden Untersparrendämmung und der Beplankung - 20 % ermitteln? Der Unterschied kann ja beträchtlich sein! Mache ich hier einen Denkfehler?
Da die Sparren ja nur 4 cm stark sind, muss ich die Latten sicher versetzt aufschrauben und nicht Stoß auf Stoß. Eine verschnittfreie Füllung mit den ZKF geht dann nicht mehr - oder?
Zusatzfrage: Würde sich ein Verzicht auf die Untersparrendämmung "schallmäßig" negativ auswirken, weil hinter der Beplankung ja ein Hohlraum bliebe? Nicht zuletzt um die ohnehin "zierlichen" Sparren nicht ohne Not zusätzlich zu belasten, würde ich auf die Dämmung verzichten, wenn sie nicht deutliche Vorteile bringt (laut Statiker könnten die Sparren allerdings mit 25 kg/m² belastet werden).
Leider ganz schön lang geworden - trotzdem hoffe ich auf wertvolle Hinweise ... Beste Grüße