Vorab: Habe die Suche-Funktion schon bemüht: "Flachdach Garage Belüftung" und nur 3 Beiträge (im Forum gefunden).
Zur Frage: Ich bin Besitzer einer ca. 25 Jahre alten gemauerten Flachdachgarage, deren Dach undicht ist und saniert werden muss. (Wie) muss das Dach belüftet sein?
Maße der Doppelgarage: ca. 6,3 x 6,3 m
Deckenaufbau derzeit von Innen nach Außen:
- Rigips
- Konterlattung
- Sparren ca. 20x12, Sparrenabstand ca. 60 cm (habe' die genauen Maße gerade nicht parat)
- Spanplatte 25 mm
- Dachumrandung aus Holz ca. 10 cm hoch
.- "Elefantenhaut" (Repanol? Eine dicke, PVC-ähnliche Folie, welche geschrumpft und an den Nahtstellen geplatzt ist)
- Rollkies (ca. 30 Schubkarren voll - habe ich nämlich schon runtergeschippt).
Die Garage ist von einer Attika umgeben. Die Verkleidung der Attika besteht aus Eternit-Platten und hat ca. 10 cm Überhang über die Außenwände. Obendrauf ist natürlich noch eine Abdeckung mit verzinktem Blech.
Die Attika schließt (von unten gesehen) mit einem 10 cm breiten Holzbrett ab, in welches (wohl zur Belüftung) im Abstand von ca. 60 cm ca. 3 cm "große" Löcher gebohrt sind.
Bei der ersten Besichtigung meinte der beauftragte Dachdecker, dass diese Löcher viel zu klein und zu wenig wären, um die Holzbalkendecke zu belüften. Er empfahl mir, das Abschlussbrett komplett zu entfernen und durch ein Lüftungsgitter zu ersetzen, oder zumindest mehr Löcher ins Brett zu bohren (was natürlich einfacher wäre).
Damals wusste der Dachdecker aber noch nicht, dass die Zwischenräume zwischen den Balken alle ZUGEMAUERT sind. Es kann also gar keine Luft von der Attika unter die Holzbalkendecke gelangen!
Mittlerweile habe ich festgestellt, dass in einer rückwärtigen Ecke der Garage (Nord-Ost-Seite) das Umrandungsholz und die dortige Spanplatte auf einer Länge von ca. 1 m (je rechts und links der Ecke) vollständig verfault ist. Das Holz war jedoch trocken, d.h. von der aktuellen Undichtigkeit des Daches kann es eigentlich nicht herrühren (das Wasser trat an der gegenüberliegenden Ecke ein).
Der Dachdecker meinte, dass sich an dieser Stelle Schwitzwasser gebildet haben könnte, weil eben kein Luftaustausch zwischen den Sparren stattfinden kann. Wiederum empfahl er mir, entweder die Zumauerung zwischen den Sparren komplett zu entfernen, oder zumindest größere Öffnungen zu schaffen, damit die Luft strömen kann.
Dies zu realisieren ist mit erheblichem (Zusatz-) Aufwand verbunden. Deshalb möchte ich hier nochmals die Frage zur Diskussion stellen: Hat der Dachdecker recht - und wenn, wie groß müssen die Öffnungen im Attika-Abschlussbrett und zwischen den Sparren sein, damit eine Lüftung funktioniert.
Vermutlich interessiert auch, wie das Dach nach der Sanierung aussehen soll (zumindest ist es bisher so geplant):
- Rigips, Konterlattung, Sparren wie gehabt
- neue 25 mm Spanplatten
- Dachumrandung aus Holz, erhöht auf 16 cm
- Bitumenbahn G200 S4 (talkumiert)
- Bitumenbahn KPE irgendwas ... (beschiefert)
- verzinktes Blech als Abschluss der Dachumrandung
- PVC-Folie als Wurzelschutz
- 2 cm Styrodur (Umkehrdach)
- 4 cm Blähton als Entwässerungsschicht
- Trenn-Vlies
- 5 cm Substrat
- extensive Begrünung mit Sedum
Bestimmt ist der Aufbau der Dachbegrünung ebenfalls diskussionswürdig, aber ich bin noch nicht sicher, ob nicht doch wieder Kies drauf kommt (daher die Lösung mit der "billigeren" PVC-Folie als Wurzelschutz). Mir geht es in dieser Frage aber vor allem um die Belüftung!
Vielen Dank schon mal für die Geduld beim Lesen und für eventuelle konstruktive Antworten.