seit längerer Zeit lese ich hier in diesem sehr informativen Forum mit. Mich interessiert besonders das Thema Dämmung (ich erklär gleich, warum). Und dazu gibt's ja wirklich eine Menge Threads. Allerdings muss ich sagen: je mehr ich dazu lese, und je mehr ich von den "Fachleuten" auf der Baustelle höre, um so verwirrender wird's für mich. Daher wage ich es jetzt, die 4632. Frage dazu zu stellen (bitte nicht hauen), und erhoffe eine qualifizierte Antwort, die für meine Verhältnisse passt.
Folgende Situation: Haus Baujahr. 68, Dachaufbau: Biberschwänze, Lattung, Sparren. Deckenaufbau zwischen Spitzbogen und Wohnbereich (von oben): Bretter, Balken, Heraklith-Platten verputzt. Also derzeit gar keine Dämmung.
Wir sind nun am renovieren. Die Außenwände (30er HLZ) sollen ein 12 cm WDVSAbk. bekommen. Der Spitzbogen wird auf absehbare Zeit nicht ausgebaut werden, sondern dient als Speicher.
Der Gedanke ist nun, die oberste Geschossdecke (also zwischen Wohnbereich und Spitzbogen) zu dämmen. Nach allem, was ich bisher gelesen hatte, schien mir eine Schüttung z.B. mit 14 cm Perlite Isoself und das ganze ohne Dampfsperre eine gute Idee. Die Luftfeuchtigkeit könnte durch die Heraklith-Platten aufsteigen, würde in der Schüttung zumindest teilw. ausfallen (was laut Hersteller dieser aber egal ist) und dann über das gut belüftete Dach abgezogen.
Nun meine Fragen:
1) Bin ich hier komplett auf dem Holzweg?
2) Kann ich auch i. Vgl. preiswertere MiFa statt der Schüttung nehmen (wird da das Tauwasser auch abgelüftet)?
3) Wie ist die Decke des Badezimmers zu sehen (erhöhte Luftfeuchtigkeit)
4) Oder doch komplett eine Dampfsperre. Aber wie bekomme ich die zwischen Heraklith-Platten und Kehlbalken (da sollte sie doch hin, oder?)?
5) Oder wäre doch gleich eine Zwischensparrendämmung mit allem was dazu gehört sinnvoll? Ist aber sicher aufwändig und der Spitzbogen wird ja nicht bewohnt. Außerdem soll es ja gar nicht so schlecht sein, den Spitzbogen als Klima-Puffer (bei mir sind's so schätzungsweise 200 Kubikmeter) zwischen innen und außen zu haben.
Also, an die Tastaturen und im Voraus schon mal heißen Dank für konstruktive Beiträge!
MfG
Jürgen