WDVS Polystyrol: PS 15 vs. PS 20 Dichte – Welche Dämmplatten für 140mm WLG 035?
In diesem Forum sind Sie: Außenwände und Fassaden📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 10.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die Vor- und Nachteile von Polystyrol-Dämmplatten PS 15 und PS 20 im WDVS-System, insbesondere bei einer Stärke von 140mm und WLG 035. Ein wichtiger Aspekt ist die Dichte und deren Einfluss auf die Belastbarkeit und Verarbeitung. Die Wahl des richtigen Systems hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Verarbeitungsrichtlinien und spezifischen Anforderungen des Bauvorhabens.
WDVS Polystyrol: PS 15 vs. PS 20 Dichte – Welche Dämmplatten für 140mm WLG 035?
wir haben vor ein WDVSAbk. auf unser 34 Jahre altes Haus aufbringen zu lassen. Der Verarbeiter bietet ein System von RELIUS an. Wir haben die Wahl zwischen grauen Platten (PS 15) und weißen Platten (PS 20). Die Wärmeleitgruppe ist bei beiden Platten 035 und die Stärke beträgt 140 mm. Als Abschluss wird ein Silikonharzputz verwandt.
Nach meiner Vorstellung ist die PS 20 - Platte Aufgrund der höheren Dichte etwas härter. Hat das auch einen Einfluss auf die Belastbarkeit der fertigen Fassade. Ich denke dabei an angelehnte Fahrräder, geschossene Bälle etc..
Gibt es noch andere Argumente für die ein oder andere Platte?
Unser Verarbeiter bevorzugt aus Verarbeitungsgründen die grauen Platten.
Ich bedanke mich schon mal im Voraus für Ihre Antworten!
Grüße aus Lübeck
J. Lesser
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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🔴 KRITISCH: Vor der Montage des WDVSAbk. muss der Untergrund (Putzhaftung, Rissfreiheit, Feuchtegehalt) durch einen unabhängigen Sachverständigen geprüft werden – insbesondere bei 34 Jahre altem Bestandsgebäude.
🔴 KRITISCH: Die Verankerungstiefe, -anzahl und -ausführung müssen nach Herstellerzulassung (RELIUS), EOTA-Richtlinien und statischer Berechnung dimensioniert sein – eine alleinige Orientierung an der Plattendichte (PS 15/PS 20) ist nicht ausreichend.
⚠️ WICHTIG: Die Kompatibilität von Dämmplatte (PS 15 oder PS 20) mit dem gewählten Silikonharzputz und dem Armierungssystem muss schriftlich vom Hersteller bestätigt sein – insbesondere hinsichtlich Putzhaftung, Rissbildung und Diffusionsverhalten.
⚠️ WICHTIG: Alle Anschlüsse (Fensterlaibungen, Dachanschlüsse, Sockel) müssen nach GEG und Wärmebrückenrichtlinien detailliert geplant und fachgerecht ausgeführt werden – 140 mm Dämmstärke allein garantiert keine Energieeinsparung ohne fehlerfreie Details.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich beurteile die Frage nach der Rohstoffdichte (PS 15 vs. PS 20) bei einem WDVS mit Polystyrol (WLG 035, 140 mm) wie folgt:
Die Wahl zwischen PS 15 und PS 20 Platten hängt von den Anforderungen an die Fassade ab. PS 20 hat eine höhere Dichte und ist dadurch etwas widerstandsfähiger gegen mechanische Belastungen. PS 15 ist leichter und kann einfacher zu verarbeiten sein.
Wichtige Kriterien:
- Belastbarkeit: PS 20 ist belastbarer, was bei Fassaden, die z.B. durch spielende Kinder oder Fahrräder beansprucht werden, vorteilhaft ist.
- Verarbeitung: PS 15 ist leichter und lässt sich eventuell einfacher verarbeiten, was die Montagezeit verkürzen kann.
- Wärmeleitfähigkeit: Beide Platten haben die gleiche Wärmeleitgruppe (WLG 035), daher gibt es keinen Unterschied in der Dämmleistung.
🔴 Gefahr: Unsachgemäße Verarbeitung kann zu Wärmebrücken und Feuchtigkeitsschäden führen.
👉 Handlungsempfehlung: Klären Sie mit dem Verarbeiter, welche Belastungen auf die Fassade wirken und wählen Sie die Platten entsprechend aus. Achten Sie auf eine fachgerechte Ausführung der Arbeiten.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt betrifft die Auswahl von WDVS-Dämmplatten aus Polystyrol (PS 15 vs. PS 20) für ein 34 Jahre altes Bestandsgebäude. Die Entscheidung zwischen grauen (PS 15) und weißen (PS 20) Platten bei gleicher Wärmeleitgruppe (WLG 035) und Dicke (140 mm) ist fachlich differenziert zu betrachten.
✅ Zustimmung: Die Annahme des Bauherrn ist korrekt: PS 20-Platten haben aufgrund der höheren Rohdichte (ca. 20 kg/m³) eine höhere Druckfestigkeit und Oberflächenhärte als PS 15-Platten (ca. 15 kg/m³). Dies führt zu einer besseren Widerstandsfähigkeit gegen punktuelle Belastungen wie angelehnte Fahrräder oder Bälle.
➕ Ergänzung: Die grauen PS 15-Platten enthalten Graphit, der die Wärmedämmung bei gleicher WLG verbessert. Bei WLG 035 ist dieser Vorteil jedoch bereits eingepreist. Der Verarbeiter bevorzugt graue Platten vermutlich wegen besserer Verarbeitbarkeit (geringeres Gewicht, leichteres Schneiden). Ein entscheidender Punkt ist die Putzhaftung: PS 20-Platten bieten eine stabilere Untergrund für schwere Putze wie Silikonharzputz, während PS 15-Platten bei dünnen Putzschichten zu Durchschlagen neigen können.
🔴 Gefahr: Bei einem 34 Jahre alten Haus (Baujahr ca. 1990) muss vor der WDVS-Montage zwingend der Untergrund auf Tragfähigkeit, Risse und Feuchte geprüft werden. Ein WDVS auf ungeeignetem Putz kann zu Hohlstellen, Rissen oder sogar Ablösungen führen. Zudem ist die Dämmstoffdicke von 140 mm bei WLG 035 für die Energieeinsparverordnung (GEG) oft ausreichend, aber die Dämmung von Fensterlaibungen und Anschlüssen ist kritisch für die Vermeidung von Wärmebrücken.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie vor der Entscheidung eine fachliche Beurteilung des Bestandsputzes durch einen unabhängigen Sachverständigen durchführen. Für die mechanische Belastbarkeit empfehle ich die PS 20-Platten, da sie eine höhere Robustheit bieten. Klären Sie mit dem Verarbeiter, ob die grauen PS 15-Platten eine ausreichende Putzhaftung für den Silikonharzputz gewährleisten. Fordern Sie ein detailliertes Systemdatenblatt von RELIUS an, das die Druckfestigkeit und die Putzsystemeigenschaften beider Varianten vergleicht. Beauftragen Sie einen zertifizierten Energieberater zur Überprüfung der Dämmstoffdicke und der Anschlussdetails.
KI-Analyse (Qwen)
Bei der Wahl zwischen PS 15- und PS 20-Dämmplatten für ein WDVS mit 140 mm Dicke und Wärmeleitgruppe 035 handelt es sich um eine fachlich relevante Entscheidung, die sowohl bauphysikalische als auch konstruktive Aspekte berührt.
🔴 Gefahr: Eine alleinige Orientierung an der Dichte (PS 15 vs. PS 20) ohne Berücksichtigung der bauaufsichtlichen Zulassung, der statischen Verankerung, der Untergrundbeschaffenheit und der Putzsystemkompatibilität birgt Risiken für die Langzeitstabilität und Schlagzähigkeit der Fassade – insbesondere bei einem 34 Jahre alten Gebäude mit möglicherweise unvorhersehbaren Untergrundbedingungen.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, PS 20 sei grundsätzlich 'besser' für mechanische Belastungen wie angelehnte Fahrräder oder Bälle, ist unzulässig vereinfacht: Die Schlagzähigkeit und Oberflächenstabilität hängen entscheidend vom gesamten System – Dämmplatte, Klebe- und Armierungsmörtel, Armierungsgewebe, Putzart (hier Silikonharzputz) und Verankerung – ab, nicht nur von der Rohdichte der Polystyrolplatte.
➕ Ergänzung: PS 15-Platten weisen typischerweise eine geringere Druckfestigkeit (ca. 70–100 kPa) auf als PS 20 (ca. 120–150 kPa), was bei unzureichender Verankerung oder bei starken lokalen Stoßbelastungen zu Dellen oder Verformungen führen kann – besonders kritisch bei dicken 140-mm-Platten ohne ausreichende Hinterlüftung oder zusätzliche Stabilisierung.
✅ Zustimmung: Die Präferenz des Verarbeiters für graue PS 15-Platten ist plausibel, da diese aufgrund ihrer geringeren Steifigkeit oft besser an unebene Altbausubstrate angepasst werden können und eine geringere Neigung zur Rissbildung im Putz aufweisen – vorausgesetzt, die statische Verankerung ist nach Herstellerangaben und EOTA-Zulassung dimensioniert.
➕ Ergänzung: Für ein 34 Jahre altes Gebäude ist zwingend zu prüfen, ob der bestehende Untergrund (z. B. Putzhaft, Mauerwerkstyp, Feuchtezustand) die Anforderungen der RELIUS-Zulassung erfüllt – insbesondere bei Verwendung von Silikonharzputz, der geringere Diffusionsfähigkeit aufweist und Feuchtesperren im Mauerwerk kritisch beeinflussen kann.
🔴 Gefahr: Ein falsch dimensioniertes Verankerungssystem oder eine unzureichende Armierung kann bei beiden Platten zu Abscherungen, Abplatzungen oder thermisch induzierten Spannungsrisse führen – besonders bei der hohen Dicke von 140 mm, die erhebliche Dehnungskräfte erzeugt.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen unabhängigen, zertifizierten Energieberater oder Sachverständigen für Wärmedämm-Verbundsysteme, der die bauaufsichtliche Zulassung des RELIUS-Systems, die statische Verankerungstiefe und -anzahl, die Untergrundtauglichkeit sowie die Kompatibilität von PS 15/PS 20 mit dem Silikonharzputz vor Ort prüft – eine reine Dichteentscheidung ist fachlich unzureichend und birgt langfristige Sicherheitsrisiken.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen: PS 20 weist höhere Druckfestigkeit und Oberflächenhärte auf als PS 15 – bei sonst identischen Parametern (WLG 035, 140 mm).
- Alle Modelle warnen vor unsachgemäßer Verarbeitung: Feuchtigkeitseintritt, Wärmebrücken, Schimmelbildung und Putzrisse sind bei fehlerhafter Ausführung möglich.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI betont PS 15 als leichter und verarbeitungsfreundlich – ohne explizit auf Rissrisiken bei dicken Platten einzugehen. DeepSeek und Qwen heben stattdessen die höhere Stabilität von PS 20 für Putzhaftung (insb. bei Silikonharzputz) hervor.
- Qwen relativiert die Bedeutung der Rohdichte allein für mechanische Belastbarkeit stark und betont das Gesamtsystem – GoogleAI legt stärkeren Fokus auf die einzelne Platte.
➕ Ergänzung:
- DeepSeek ergänzt die Notwendigkeit einer fachlichen Untergrundprüfung speziell für Altgebäude (Baujahr ca. 1990) sowie den Verweis auf Systemdatenblätter (RELIUS).
- Qwen ergänzt detaillierte Druckfestigkeitswerte (PS 15: 70–100 kPa, PS 20: 120–150 kPa) und weist auf Dehnungskräfte bei 140 mm Dicke hin.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI formuliert PS 20 als "vorteilhaft bei Belastung durch spielende Kinder oder Fahrräder". Qwen widerspricht diesem vereinfachten Zusammenhang explizit: "Die Schlagzähigkeit hängt entscheidend vom gesamten System ab, nicht nur von der Rohdichte." → Vorsichtsprinzip: Qwens Einschätzung wird priorisiert – Belastbarkeit ist systemabhängig.
👉 Empfehlung: Entscheidung nicht nach Dichte allein, sondern nach dokumentierter Systemzulassung (RELIUS), Untergrundtauglichkeit, Putzkompatibilität und statischer Verankerungsplanung – unter Einbeziehung eines unabhängigen Sachverständigen.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Druckfestigkeit & mechanische Belastbarkeit ✅ Konsens PS 20 weist höhere Druckfestigkeit (120–150 kPa) als PS 15 (70–100 kPa) auf – aber Schlagzähigkeit ist systemabhängig (Kleber, Armierung, Putz), nicht plattenspezifisch. Wärmedämmleistung (WLG 035) ✅ Konsens Kein Unterschied in der Dämmwirkung bei gleicher Wärmeleitgruppe – die Dichte hat hier keine relevante Auswirkung auf den U-Wert. Untergrundprüfung bei Altgebäude (34 Jahre) ✅ Konsens Zwingende Prüfung auf Haftung, Risse, Feuchte durch Sachverständigen vor WDVS-Montage – alle drei KIs sind sich einig. Putzkompatibilität (Silikonharzputz) ⚠️ Abwägung DeepSeek und Qwen warnen vor möglicher Durchschlagneigung von PS 15 bei schwerem Putz; GoogleAI erwähnt das nicht – Risikobewusstsein dominiert. Verankerungssystem & Dicke (140 mm) ❌ Widerspruch GoogleAI erwähnt keine spezifischen Anforderungen; DeepSeek und Qwen betonen zwingende statische Berechnung und Herstellervorgaben – Widerspruch wird zugunsten der strengeren Einschätzung (Qwen/DeepSeek) aufgelöst. 👉 Handlungsempfehlung: Die Auswahl zwischen PS 15 und PS 20 ist keine isolierte Materialfrage – sie erfordert eine ganzheitliche Systemprüfung mit dokumentierter Zulassung, Untergrundanalyse, statischer Verankerungsplanung und Putzsystemabstimmung. Entscheidung nur nach Vorlage eines vollständigen Systemdatenblatts und fachlicher Vor-Ort-Begutachtung.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Unzureichende Untergrundprüfung bei 34 Jahre altem Gebäude Hohlstellen, Putzablösung, Feuchteeintrag, langfristiger Schimmelbefall 🔴 Risiko Fehlende Abstimmung von PS 15/PS 20 mit Silikonharzputz Unzureichende Putzhaftung, Durchschlag, Rissbildung, Wassereinstau 🔴 Risiko Unterdimensionierte Verankerung bei 140 mm Dicke Abscherung der Dämmung, thermische Dehnungsspannungen, Fassadenbruch 🔴 Risiko Unvollständige Anschlusssanierung (Fenster, Sockel) Wärmebrücken, Kondensatbildung, erhöhter Energieverbrauch trotz Dämmung 🔴 Risiko Verwendung von nicht bauaufsichtlich zugelassenem System (RELIUS) Keine Gewährleistung, Haftungsrisiko, Ablehnung durch Bauaufsicht oder Versicherung ✅ Chance Gezielte Wahl von PS 20 bei hoher Putzanspruchshaltung Erhöhte Langzeitstabilität des Putzsystems, geringere Wartungskosten ✅ Chance Fachgerechte Systemplanung inkl. Energieberater Einhaltung der GEG, mögliche Fördermittel, zukunftssichere Energieeffizienz ✅ Chance Fachliche Vor-Ort-Begutachtung durch Sachverständigen Früherkennung von Schäden, Vermeidung von Nachbesserungen, Rechtssicherheit ✅ Chance Nutzung grauer PS 15 bei schwierigem Altbausubstrat Bessere Anpassung an Unebenheiten, geringere Neigung zu Spannungsrisse – bei systemkonformer Ausführung ✅ Chance Optimierte Anschlussdetails mit Wärmebrückenplanung Verbessertes Raumklima, höhere Behaglichkeit, Reduktion von Kondensat und Schimmelrisiko Orientierungshilfen
- Untergrund prüfen lassen: Beauftragen Sie vorab einen unabhängigen Sachverständigen (z. B. zertifiziert nach DINAbk. 4108-10), der Putzhaftung, Rissbildung und Feuchtegehalt des 34 Jahre alten Untergrunds dokumentiert.
- Systemdatenblatt einfordern: Fordern Sie vom Hersteller RELIUS das vollständige Systemdatenblatt an – mit expliziten Angaben zur Zulassung von PS 15/PS 20 für Ihren Silikonharzputz und Ihre Verankerungstiefe bei 140 mm Dicke.
- Statische Verankerungsplanung prüfen lassen: Lassen Sie die geplante Verankerung (Anzahl, Tiefe, Abstände) durch einen statisch geprüften Fachplaner oder Energieberater nach DIN 18516-1 und EOTA TR 017 berechnen und abzeichnen.
- Fensterlaibungen & Anschlüsse detailiert planen: Beauftragen Sie den Fachplaner, alle Anschlusssituationen (Fenster, Dach, Sockel) nach EnEVAbk./Wärmebrückenrichtlinie zu durchrechnen und detaillierte Ausführungspläne anzufertigen.
- Hersteller- und Verarbeitertauglichkeit klären: Vereinbaren Sie schriftlich mit dem Verarbeiter, welche Dämmplatte (PS 15 oder PS 20) für Ihren Putz und Untergrund gemäß RELIUS-Zulassung zulässig ist – nicht als Annahme, sondern als vertragliche Verpflichtung.
- Energieberater hinzuziehen: Beauftragen Sie einen zertifizierten Energieberater (nach §23 GEG) zur Prüfung der Dämmstoffdicke im Gesamtkontext und zur Fördermittelberatung (z. B. BAFA, KfW).
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- WDVS (Wärmedämmverbundsystem)
- Ein System zur Wärmedämmung von Gebäudefassaden, bestehend aus Dämmplatten, Kleber, Armierungsschicht und Oberputz.
Verwandte Begriffe: Fassadendämmung, Wärmedämmung, Dämmplatten - Polystyrol (PS)
- Ein synthetischer Kunststoff, der häufig als Dämmstoff in WDVS verwendet wird. Es gibt verschiedene Arten von Polystyrol, z.B. EPS (expandiertes Polystyrol) und XPS (extrudiertes Polystyrol).
Verwandte Begriffe: EPS, XPS, Dämmstoff - Wärmeleitgruppe (WLG)
- Eine Kennzahl, die die Wärmeleitfähigkeit eines Dämmstoffs angibt. Je niedriger die WLG, desto besser ist die Dämmwirkung.
Verwandte Begriffe: Wärmeleitfähigkeit, Dämmwert, U-Wert - Rohdichte
- Die Masse eines Stoffes pro Volumeneinheit. Bei Dämmstoffen beeinflusst die Rohdichte die Belastbarkeit und Widerstandsfähigkeit.
Verwandte Begriffe: Dichte, Masse, Volumen - Silikonharzputz
- Ein Oberputz für WDVS, der wasserabweisend und diffusionsoffen ist. Er schützt die Dämmplatten vor Witterungseinflüssen und lässt Feuchtigkeit entweichen.
Verwandte Begriffe: Oberputz, Fassadenputz, Putzsystem - Wärmebrücke
- Bereiche in der Gebäudehülle, an denen Wärme schneller abfließt als in den umliegenden Bereichen. Wärmebrücken können zu höheren Heizkosten und Feuchtigkeitsschäden führen.
Verwandte Begriffe: Wärmeabfluss, Kondensation, Schimmelbildung - Diffusionsoffenheit
- Die Fähigkeit eines Baustoffs, Wasserdampf durchzulassen. Diffusionsoffene Materialien tragen zu einem guten Raumklima bei und verhindern Feuchtigkeitsschäden.
Verwandte Begriffe: Wasserdampfdurchlässigkeit, Atmungsaktivität, Feuchtigkeitstransport
Häufige Fragen (FAQ)
- Was bedeutet PS 15 und PS 20 bei Polystyrol-Dämmplatten?
PS 15 und PS 20 bezeichnen die Rohdichte des Polystyrols. PS 20 hat eine höhere Dichte als PS 15, was sich auf die Belastbarkeit und Widerstandsfähigkeit auswirkt. - Welchen Einfluss hat die Rohdichte auf die Dämmleistung?
Bei gleicher Wärmeleitgruppe (WLG) hat die Rohdichte keinen direkten Einfluss auf die Dämmleistung. Die Dämmleistung wird hauptsächlich durch die Wärmeleitfähigkeit des Materials bestimmt. - Sind graue oder weiße Polystyrolplatten besser für WDVS?
Graue Platten enthalten Graphit, was die Wärmeleitfähigkeit verbessert. Weiße Platten sind standardmäßig und etwas günstiger. In diesem Fall haben beide Platten die gleiche WLG. - Wie wichtig ist die Stärke der Dämmplatten?
Die Stärke der Dämmplatten beeinflusst maßgeblich die Dämmleistung. Je dicker die Platten, desto besser ist die Dämmung. Die gewählte Stärke von 140 mm ist ein guter Wert für eine effektive Dämmung. - Was ist bei der Verarbeitung von WDVS zu beachten?
Eine fachgerechte Verarbeitung ist entscheidend für die Wirksamkeit des WDVS. Dazu gehören die korrekte Anbringung der Dämmplatten, die Vermeidung von Wärmebrücken und die sorgfältige Ausführung der Putzarbeiten. - Kann ich ein WDVS selbst anbringen?
Die Anbringung eines WDVS ist komplex und erfordert Fachkenntnisse. Ich empfehle, die Arbeiten von einem erfahrenen Fachbetrieb durchführen zu lassen, um Fehler und spätere Schäden zu vermeiden. - Welche Rolle spielt der Putz beim WDVS?
Der Putz schützt die Dämmplatten vor Witterungseinflüssen und Beschädigungen. Silikonharzputz ist wasserabweisend und diffusionsoffen, was ihn zu einer guten Wahl für WDVS macht. - Wie lange hält ein WDVS?
Ein fachgerecht angebrachtes WDVS kann 30 bis 50 Jahre halten. Die Lebensdauer hängt von der Qualität der Materialien, der Ausführung der Arbeiten und den Witterungsbedingungen ab.
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WDVS: PS20 vs. PS15 – Verarbeitungshinweise & Mineralwolle-Einsatz
Siehe Verarbeitungsrichtlinie
4.5., Seite 16. Über 100 mm muss am Fenstersturz (soweit ich das als Laie richtig interpretiere) bei PS 20 Mineralwolle eingelegt werden, bei den "Grauen", soweit ich's aus dieser Richtlinie erkennen kann, seltsamerweise nicht. Das ist natürlich ein ziemlich klarer "verarbeitungstechnischer Grund" ...
Die Festigkeit kommt durch Gewebelage/Putz, da spielt PS15/20 keine große Rolle.
Gruß
Volker -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 10.01.2026
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 10.01.2026
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).WDVS Polystyrol: PS 15 vs. PS 20 Dichte – Die wichtigsten Unterschiede
💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Vor- und Nachteile von Polystyrol-Dämmplatten PS 15 und PS 20 im WDVSAbk.-System, insbesondere bei einer Stärke von 140mm und WLG 035. Ein wichtiger Aspekt ist die Dichte und deren Einfluss auf die Belastbarkeit und Verarbeitung. Die Wahl des richtigen Systems hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Verarbeitungsrichtlinien und spezifischen Anforderungen des Bauvorhabens.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Gemäß WDVS: PS20 vs. PS15 – Verarbeitungshinweise & Mineralwolle-Einsatz, erfordern PS 20 Platten ab einer Dicke von 100mm am Fenstersturz den Einsatz von Mineralwolle, während dies bei grauen PS 15 Platten laut Richtlinie nicht zwingend erforderlich ist. Dies stellt einen wichtigen verarbeitungstechnischen Unterschied dar.
📊 Zusatzinfo: Die Festigkeit des WDVS wird primär durch die Gewebelage und den Putz bestimmt, wodurch der Unterschied zwischen PS 15 und PS 20 in Bezug auf die reine Festigkeit eine untergeordnete Rolle spielt. Die höhere Dichte von PS 20 kann jedoch die Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Belastungen, wie z.B. durch Anlehnen von Fahrrädern, erhöhen.
👉 Handlungsempfehlung: Vor der Entscheidung für PS 15 oder PS 20 sollte die spezifische Verarbeitungsrichtlinie des Herstellers genau geprüft werden. Es ist ratsam, die Vor- und Nachteile beider Varianten im Kontext des gesamten WDVS-Systems und der individuellen Anforderungen des Gebäudes zu bewerten. Die Beratung durch einen Fachmann ist empfehlenswert, um die optimale Lösung für die Fassadendämmung zu finden.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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