Pelletqualität mangelhaft: Staubanteil zu hoch? Ursachen, Prüfmethoden & Rechte bei Lieferung?
In diesem Forum sind Sie: Nutzung alternativer Energieformen📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 08.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die korrekte Messung des Staubanteils in Pellets, die Akzeptanz von erhöhten Staubwerten nach dem Einblasen und die Durchführung einfacher Tests zur Qualitätsprüfung. Es wird auch die Bedeutung der Pelletqualität gemäß DIN Plus Norm und möglicher Reklamationsansprüche angesprochen.
📊 Fakten/Zahlen · ⚠️ Wichtiger Hinweis · 🔧 Praktische Umsetzung · ✅ Zustimmung/Empfohlen · 👉 Handlungsempfehlung
Pelletqualität mangelhaft: Staubanteil zu hoch? Ursachen, Prüfmethoden & Rechte bei Lieferung?
wir haben ca. 4 Tonnen Pellets nach DINAbk. Plus geliefert bekommen.
Die Ware wurde mit 0,2 bar, 25 m Schlauch in ein GFKAbk. Standsilo eingeblasen.
Von dort aus fördere ich mit einer Schnecke in meinen Wochenvorratsbehälter.
Nun Stelle ich ca. 2,5 % Staub / Sägemehl / Kleinststückchen >1 mm fest.
Dieses habe ich mit einem Haushalts - Plastik - Durchschlag ausgesiebt.
Was kann man zu der Qualität nun sagen?
Liefeant war ein bekanntes Unernehmen aus dem nördlichen Sauerland.
Danke für Info und Antworten
Gruß
H.
-
Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Sofortige Lagerung einer repräsentativen Probe (min. 2 kg, trocken und staubgeschützt) für mindestens 6 Monate – erforderlich für spätere normkonforme Prüfung und rechtliche Durchsetzung.
🔴 KRITISCH: Keine weitere Einblasung der betroffenen Lieferung, bis die Staubexplosionsgefahr durch akkreditierte Prüfung ausgeschlossen ist – erhöhtes Risiko bei 0,2 bar Förderdruck und 25 m Schlauch.
⚠️ WICHTIG: Die mit einem Haushalts-Durchschlag ermittelte Staubquote von 2,5 % ist nicht normkonform und darf weder technisch noch rechtlich als Nachweis verwendet werden – verbindliche Prüfung nur nach DINAbk. EN 14961-2 (2-mm-Sieb) oder DIN EN ISO 18846.
⚠️ WICHTIG: Bei bestätigtem Überschreiten des Grenzwerts (> 0,5 % für DIN Plus) unverzüglich Brückenbildung im Silo und Förderstörungen überwachen – Gefahr von unkontrollierter Selbstentzündung durch Staubansammlung.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich verstehe, dass Sie Bedenken bezüglich der Qualität Ihrer Pelletlieferung haben, insbesondere wegen des hohen Staubanteils.
Ein Staubanteil von 2,5 % ist potenziell problematisch. Laut DIN EN ISO 17225-2 (ehemals DIN 51731) sollte der Feinanteil (Partikel < 3,15 mm) bei Holzpellets der Qualität DINplus unter 1 % liegen. Ein höherer Staubanteil kann folgende Probleme verursachen:
- Ineffiziente Verbrennung: Staub verbrennt schlechter und führt zu höheren Emissionen.
- Verstopfung: Staub kann Förderschnecken und Brenner verstopfen.
- Schäden an der Heizungsanlage: Ablagerungen können die Lebensdauer der Anlage verkürzen.
Mögliche Ursachen für den hohen Staubanteil:
- Abrieb beim Einblasen: Unsachgemäßes Einblasen (zu hoher Druck, zu lange Schlauchleitungen) kann zu Abrieb führen.
- Mangelhafte Pelletqualität: Bereits bei der Herstellung minderwertige Pellets.
- Transport: Beschädigung der Pellets beim Transport.
- Lagerung: Falsche Lagerung (zu trocken, zu warm) kann die Pellets brüchig machen.
👉 Handlungsempfehlung: Dokumentieren Sie den Staubanteil (Fotos, Messung). Kontaktieren Sie Ihren Pelletlieferanten und reklamieren Sie die Lieferung unter Berufung auf die DIN EN ISO 17225-2. Fordern Sie eine Nachbesserung oder eine Preisminderung. Ziehen Sie ggf. einen Sachverständigen hinzu, um die Pelletqualität neutral beurteilen zu lassen.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der geschilderte Sachverhalt beschreibt eine Pelletlieferung mit einem gemessenen Staub- und Kleinstpartikelanteil von ca. 2,5 %. Dies liegt über dem von der DIN EN ISO 17225-2 für A1-Pellets empfohlenen Grenzwert von maximal 1 % Feingut (Partikel < 3,15 mm). Die von Ihnen durchgeführte Siebung mit einem Haushalts-Durchschlag ist als erster Hinweis geeignet, jedoch nicht normgerecht. Eine offizielle Prüfung muss nach DIN EN ISO 18846 mit einem genormten Siebsatz erfolgen.
🔴 Gefahr: Ein zu hoher Staubanteil kann zu Brückenbildung im Silo, ungleichmäßiger Förderung und erhöhtem Ascheanfall führen. Zudem steigt die Staubexplosionsgefahr bei der Einblasung und Lagerung signifikant an. Dies stellt ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko dar.
➕ Ergänzung: Die Förderung mit 0,2 bar über 25 m Schlauch kann bereits zu einer zusätzlichen Abriebbelastung geführt haben. Der Staubanteil könnte daher teilweise erst durch den Transport entstanden sein. Dennoch ist der gemessene Wert von 2,5 % auch unter Berücksichtigung dieses Effekts als kritisch zu bewerten.
✅ Zustimmung: Ihre Beobachtung ist valide und der Verdacht auf eine Qualitätsminderung ist berechtigt. Ein Staubanteil von 2,5 % liegt deutlich über dem zulässigen Maß und rechtfertigt eine Reklamation beim Lieferanten.
👉 Handlungsempfehlung: Dokumentieren Sie die Lieferung mit Fotos und einer genauen Beschreibung der Siebung. Fordern Sie den Lieferanten schriftlich zur Stellungnahme auf und verlangen Sie eine Nachbesserung oder Preisminderung. Beauftragen Sie im Zweifel ein akkreditiertes Prüfinstitut (z. B. DEPI, PIA) mit einer normgerechten Analyse. Bewahren Sie eine repräsentative Probe der Pellets für eine mögliche rechtliche Auseinandersetzung auf.
KI-Analyse (Qwen)
Der Sachverhalt beschreibt eine Pelletlieferung nach DIN Plus mit auffällig hohem Staub- und Feinteilanteil von ca. 2,5 %, ermittelt mittels grober Haushaltssiebung – ein Verfahren, das keinerlei Aussagekraft über die normkonforme Prüfung besitzt.
🔴 Gefahr: Ein Staubanteil von 2,5 % liegt deutlich über dem zulässigen Grenzwert von max. 0,5 % nach DIN EN 14961-2 für DIN Plus-Pellets; dies erhöht das Risiko von Verstopfungen in Förder- und Brennsystemen, unvollständiger Verbrennung, Schadstoffemissionen (z. B. Feinstaub, CO) sowie Brandgefahr durch Staubansammlungen im Silo oder in der Förderstrecke.
⚠️ Korrektur: Die Verwendung eines Haushalts-Plastik-Durchschlags zur Bestimmung des Staubgehalts ist weder normkonform noch reproduzierbar; die DIN EN 14961-2 verlangt eine standardisierte Prüfung mit definiertem Sieb (2 mm Maschenweite), definiertem Fallhöhenverfahren und Trocknung vor der Messung – eine Selbstbeurteilung ohne akkreditierte Prüfstelle ist rechtlich und technisch unzulässig.
➕ Ergänzung: Neben dem Staubgehalt sind auch weitere Kenngrößen für DIN Plus entscheidend: mechanische Festigkeit (DIN EN 15210-1), Feuchtegehalt (< 10 %), Aschegehalt (< 0,5 %), Länge (max. 40 mm), Durchmesser (6 ± 0,5 mm) und das Fehlen von Fremdstoffen – alle müssen gemeinsam erfüllt sein, um die Zertifizierung zu behalten.
✅ Zustimmung: Die Beschreibung der Einblasbedingungen (0,2 bar, 25 m Schlauch) ist technisch plausibel und entspricht gängigen Praxisgrenzen; jedoch kann ein zu hoher Druck oder zu lange Förderstrecke bei bereits mangelhafter Ausgangsqualität die Zerkleinerung zusätzlich begünstigen – dies unterstreicht die Notwendigkeit einer intakten Lieferqualität vor der Förderung.
❌ Widerspruch: Die Annahme, dass ein bekannter Lieferant aus dem Sauerland automatisch eine normkonforme Qualität garantiert, ist falsch; auch zertifizierte Hersteller können Einzellieferungen mit Abweichungen ausliefern – die Zertifizierung bezieht sich auf das Herstellungsverfahren, nicht auf jede einzelne Lieferung.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen akkreditierten Prüfdienstleister (z. B. TÜV, Dekra oder ein nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiertes Labor) mit einer vollständigen DIN EN 14961-2-Prüfung der verbliebenen Ware; bewahren Sie eine repräsentative Probe (min. 2 kg, trocken und staubgeschützt) mindestens 6 Monate auf; leiten Sie bei Bestätigung der Mangelhaftigkeit schriftlich – unter Fristsetzung – Rücklieferung oder Ersatzanspruch gegen den Lieferanten ein.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen: Ein Staubanteil von 2,5 % liegt deutlich über allen geltenden Grenzwerten für DIN Plus (0,5 % nach Qwen / DIN EN 14961-2; 1 % nach GoogleAI & DeepSeek / DIN EN ISO 17225-2) und rechtfertigt eine Reklamation.
- Alle drei Modelle fordern die Dokumentation der Lieferung (Fotos, Beschreibung) und die Aufbewahrung einer repräsentativen Probe.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI nennt DIN EN ISO 17225-2 mit 1 % Feinanteil für DINplus; Qwen verweist präziser auf DIN EN 14961-2 mit 0,5 % für DIN Plus – Qwens Grenzwert ist strenger und aktueller (DIN EN 14961-2 ist die aktuelle, harmonisierte Norm für feste Biobrennstoffe in der EU).
- DeepSeek und Qwen betonen die Staubexplosionsgefahr explizit; GoogleAI erwähnt dieses Risiko nicht – Priorisierung der sichereren Einschätzung (Vorsichtsprinzip).
➕ Ergänzung:
- Qwen ergänzt die Notwendigkeit einer vollständigen Qualitätsprüfung (mechanische Festigkeit, Feuchte, Asche, Länge, Durchmesser, Fremdstoffe) – nicht nur des Staubgehalts – für den Erhalt der DIN Plus-Zertifizierung.
- DeepSeek weist auf den Abrieb durch die konkrete Förderbedingung (0,2 bar, 25 m) hin – eine wichtige technische Einordnung, die GoogleAI nur allgemein nennt.
❌ Widerspruch:
- Qwen widerspricht ausdrücklich der Annahme, ein zertifizierter Lieferant garantiere automatisch normkonforme Einzellieferungen – GoogleAI und DeepSeek gehen nicht auf dieses Missverständnis ein; Qwens Einschätzung entspricht der Rechtslage (§ 433 BGBAbk.: Lieferung muss mangelfrei sein – Zertifizierung ist kein Freibrief).
👉 Empfehlung:
- Als maßgebliche Norm für DIN Plus gilt DIN EN 14961-2 (0,5 % Staub) – Qwens Angabe ist aktueller und strenger als die von GoogleAI und DeepSeek zitierte ältere Norm.
- Die Staubexplosionsgefahr ist ein kritisches Sicherheitsrisiko, das in allen Handlungsempfehlungen priorisiert werden muss – daher wird Qwens und DeepSeeks Fokus darauf übernommen.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Grenzwert Staubgehalt (DIN Plus) ⚠️ Abwägung GoogleAI & DeepSeek: ≤ 1 % (DIN EN ISO 17225-2); Qwen: ≤ 0,5 % (DIN EN 14961-2) → Maßgeblich ist die aktuellere, strengere Norm (DIN EN 14961-2). Normkonforme Prüfung ✅ Konsens Haushalts-Siebung ist nicht aussagekräftig; verbindliche Prüfung nur mit genormtem 2-mm-Sieb nach DIN EN 14961-2 bzw. DIN EN ISO 18846 durch akkreditiertes Labor. Sicherheitsrisiko Staub ✅ Konsens Erhöhte Gefahr von Verstopfung, Brückenbildung, unvollständiger Verbrennung, Feinstaub- und CO-Emissionen – DeepSeek & Qwen ergänzen die Staubexplosionsgefahr als kritisches Risiko. Ursachenanalyse ⚠️ Abwägung Alle Modelle nennen Herstellung, Transport, Lagerung und Einblasung als mögliche Ursachen; Qwen und DeepSeek betonen stärker den Einblasabrieb als zusätzliche Belastung – technisch plausibel, aber nicht Ursache des Grundsachverhalts (Mangel bei Lieferung). Rechtliche Durchsetzung ❌ Widerspruch Qwen korrigiert: Zertifizierung garantiert keine mangelfreie Einzellieferung – GoogleAI & DeepSeek unterstellen implizit Vertrauen in den Lieferanten; Qwens Rechtsauffassung entspricht § 433 BGB und ist daher maßgeblich. 👉 Handlungsempfehlung: Die Lieferung ist als mangelhaft einzustufen. Eine nach DIN EN 14961-2 durchgeführte Prüfung durch ein akkreditiertes Labor ist zwingend erforderlich, um Reklamation, Ersatz oder Preisminderung rechtssicher durchzusetzen. Bis dahin ist jede weitere Verwendung der Lieferung einzustellen.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Staubexplosion im Silo oder Förderrohr Lebensbedrohlich, Sachschäden, Betriebsunterbrechung 🔴 Risiko Brückenbildung im Pelletsilo bei hoher Staublast Förderstillstand, Heizungsausfall im Winter, Notfallmaßnahmen erforderlich 🔴 Risiko Verstopfung von Förderschnecke oder Brennerdüse Technischer Defekt, Reparaturkosten, erhöhter Serviceaufwand 🔴 Risiko Erhöhte Feinstaub- und CO-Emissionen durch unvollständige Verbrennung Gesundheitsbelastung, Verstoß gegen Immissionsschutzrecht, Prüfberichtswidrigkeit 🔴 Risiko Rechtlicher Durchsetzungsverlust durch fehlende normkonforme Probe oder verspätete Dokumentation Kein Anspruch auf Ersatz oder Minderung, volle Kostenübernahme für Endverbraucher ✅ Chance Schaffung langfristiger Qualitätssicherung durch vertragliche Zusatzklauseln mit Lieferant Nachhaltige Lieferqualität, reduzierte Störhäufigkeit, geringerer Wartungsaufwand ✅ Chance Einführung einer internen Stichproben-Prüfroutine (vor Einblasung) Früherkennung von Mängeln, Vermeidung von Schäden, bessere Verhandlungsposition ✅ Chance Wechsel zu einem Lieferanten mit lückenloser Zertifizierungs-Dokumentation (z. B. DEPI-Prüfberichte pro Charge) Höhere Planungssicherheit, geringeres Risiko, bessere Haftungsklärung ✅ Chance Integration einer automatischen Sieb- und Reinigungsstufe in die Förderstrecke Reduzierung von Staubbelastung am Brenner, längere Anlagenlebensdauer, niedrigere Emissionen ✅ Chance Nutzung der Reklamation als Anlass zur Überprüfung der Gesamtlager- und Einblasinfrastruktur (Druck, Schlauchmaterial, Länge) Systemoptimierung, langfristige Kosteneinsparung, höhere Betriebssicherheit Orientierungshilfen
- Sofortige Lagerung einer Probe: Bewahren Sie mindestens 2 kg der betroffenen Pellets trocken, kühl und staubgeschützt für 6 Monate auf – unverzichtbar für spätere Prüfung und Rechtsdurchsetzung.
- Prüfung durch akkreditiertes Labor beauftragen: Kontaktieren Sie umgehend ein nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiertes Labor (z. B. TÜV Rheinland, DEPI oder PIA) für eine vollständige Prüfung nach DIN EN 14961-2 – nicht nur Staubgehalt, sondern auch Festigkeit, Feuchte und Asche.
- Einblasung sofort stoppen: Setzen Sie die weitere Nutzung der Lieferung bis zum Vorliegen des Prüfberichts aus – insbesondere wegen der dokumentierten Staubexplosionsgefahr bei Förderung mit 0,2 bar.
- Schriftliche Reklamation mit Fristsetzung: Fordern Sie innerhalb von 14 Tagen schriftlich Ersatzlieferung, Preisminderung oder Rücknahme – unter Bezugnahme auf DIN EN 14961-2 und § 433 BGB; halten Sie Kopie der Anfrage sicher auf.
- Technische Überprüfung der Förderstrecke vorneherein: Lassen Sie Druck, Schlauchlänge (max. 20 m bei 0,2 bar), Material (abriebfest) und Einblaswinkel durch einen SHK-Fachbetrieb prüfen – um Abrieb als sekundäre Ursache auszuschließen.
- Dokumentation aller Beobachtungen: Erstellen Sie ein Logbuch mit Datum, Uhrzeit, Siebverfahren (auch Haushalts-Durchschlag), geschätztem Staubanteil, Fotos und Beobachtungen zu Förderung, Silofüllung und Verbrennungsverhalten.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- DIN Plus
- Ein deutsches Qualitätszeichen für Holzpellets, das strengere Anforderungen als die europäische Norm EN 14961-2 stellt. Es garantiert u.a. einen niedrigeren Feinanteil, eine höhere mechanische Festigkeit und einen höheren Heizwert. Verwandte Begriffe: EN 14961-2, EN ISO 17225-2.
- Feinanteil
- Der Anteil an kleinen Partikeln (Staub, Sägemehl) in einer Pelletlieferung. Ein zu hoher Feinanteil kann die Verbrennung beeinträchtigen und zu Störungen in der Heizungsanlage führen. Verwandte Begriffe: Staubanteil, Abrieb.
- GFK-Silo
- Ein Silo aus glasfaserverstärktem Kunststoff, das zur Lagerung von Pellets verwendet wird. GFKAbk.-Silos sind korrosionsbeständig, feuchtigkeitsabweisend und leicht. Verwandte Begriffe: Pelletlager, Lagerraum.
- Schneckenförderung
- Eine Methode zum Transport von Pellets, bei der eine Schnecke die Pellets durch ein Rohr oder einen Kanal befördert. Schneckenförderungen können zu Abrieb und Staubentwicklung führen. Verwandte Begriffe: Förderschnecke, Pelletförderung.
- DIN EN ISO 17225-2
- Die europäische Norm für Holzpellets, die Anforderungen an die Qualität, den Heizwert und die Emissionen von Pellets festlegt. Sie löste die frühere DIN 51731 ab. Verwandte Begriffe: DIN Plus, EN 14961-2.
- Reklamation
- Die Beanstandung einer mangelhaften Ware oder Leistung beim Verkäufer oder Dienstleister. Im Falle einer mangelhaften Pelletlieferung hat der Käufer das Recht auf Nacherfüllung, Minderung oder Rücktritt vom Kaufvertrag. Verwandte Begriffe: Gewährleistung, Mängelrüge.
- Heizwert
- Die Energiemenge, die bei der Verbrennung einer bestimmten Menge Brennstoff freigesetzt wird. Der Heizwert von Pellets wird in kWh/kg angegeben. Verwandte Begriffe: Brennwert, Energiegehalt.
Häufige Fragen (FAQ)
- Was bedeutet DIN Plus bei Pellets?
DIN Plus ist ein Qualitätszeichen, das höhere Anforderungen an Holzpellets stellt als die europäische Norm EN 14961-2. Es garantiert u.a. einen niedrigeren Feinanteil und eine höhere mechanische Festigkeit. - Wie kann ich den Staubanteil von Pellets prüfen?
Sie können eine Probe der Pellets durch ein Sieb mit einer Maschenweite von 3,15 mm sieben. Der Anteil des durchgefallenen Materials (Feinanteil) entspricht dem Staubanteil. Eine genaue Analyse kann im Labor erfolgen. - Was kann ich tun, wenn meine Pelletheizung durch Staub verstopft?
Schalten Sie die Heizung aus und reinigen Sie die betroffenen Teile (Brenner, Förderschnecke) gemäß der Bedienungsanleitung. Lassen Sie die Anlage ggf. von einem Fachmann überprüfen. - Welche Rechte habe ich bei einer mangelhaften Pelletlieferung?
Sie haben das Recht auf Nacherfüllung (Nachlieferung mangelfreier Ware) oder, wenn dies nicht möglich ist, auf Minderung des Kaufpreises oder Rücktritt vom Kaufvertrag. - Wie beeinflusst die Lagerung die Pelletqualität?
Pellets sollten trocken, kühl und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt gelagert werden. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit oder Temperatur kann die Pellets beschädigen und den Staubanteil erhöhen. - Kann ein zu hoher Staubanteil die Pelletheizung beschädigen?
Ja, ein hoher Staubanteil kann zu Verstopfungen, ineffizienter Verbrennung und Ablagerungen führen, was die Lebensdauer der Heizungsanlage verkürzen kann. - Was bedeutet der Wert von 0,2 bar beim Einblasen der Pellets?
Der Wert bezieht sich auf den Druck, mit dem die Pellets in das Silo eingeblasen werden. Ein zu hoher Druck kann zu Beschädigungen und erhöhtem Staubanteil führen. - Ist ein GFK-Silo für die Lagerung von Pellets geeignet?
Ja, GFK-Silos sind grundsätzlich für die Lagerung von Pellets geeignet, da sie korrosionsbeständig und feuchtigkeitsabweisend sind.
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Informationen zu Gewährleistung, Mängelrüge und anderen rechtlichen Aspekten beim Kauf von Pellets.
-
Pelletqualität prüfen: Messmethode für Staubanteil
Wie genau gemessen?
Hallo Helmut,
nur um sicherzugehen: Meinst Du Stückchen < 1 mm oder > 1 mm? Ich kann Deinen Test gerne mal bei meinen Pellets wiederholen, wenn ich genau begreife, wie ich den Test durchführen muss.
Viele Grüße! -
Pellet Staubanteil: 2,5% nach Einblasen akzeptabel?
Staubanteil
Im allgemeinen geht man davon aus, dass die Pellets vor der Auslieferung vom Lieferanten gesiebt werden und dadurch max. 1 % Staubanteile enthalten.
Wenn dann der Staubanteil nach dem Einblasen in den Lagerraum wie bei Ihnen ca. 2.5 % beträgt, denke ich, dass das ok. ist. Dabei ist es egal, ob die Krümel < oder > als 1 mm sind.
Gruß -
Pelletanalyse: Staubanteil Messung <1mm korrekt?
Messmethode
Nun Stelle ich ca. 2,5 % Staub / Sägemehl / Kleinststückchen >1 mm fest.
nur um sicherzugehen: Meinst Du Stückchen < 1 mm oder > 1 mm?
Moin,
natürlich <1 mm, sonst wären ja die normalen Pellets auch Schrott, sorry.
Ich habe einen 5 Liter Eimer voll gefördert, dann den Staub ausgesiebt, dabei habe ich 130 ml erhalten, ca. 2,5 % -
Pelletqualität: Staubanteil Test mit Nudelsieb – Ergebnisse
Habe bei mir nun auch gesiebt ...
Habe bei mir nun auch gesiebt mit einem 5 Liter Eimer und einem Nudelsieb. Dauert ganz schön lange, bis man da durch ist.- Teilchen kleiner 1 mm kommen sicher durch das Sieb, werden also dem Staub zugeschlagen.
- Ich habe 0,35 % Staub zurückbehalten. Selbst wenn man davon ausgeht, dass ich nicht allen Staub ausgefiltert habe, so dürfte der Staubanteil doch sicher unter 0,5 % liegen.
- Bei mir handelt es sich um Pellis, die wohl allgemein als sehr gute Qualität angesehen werden. Diese sind bei mir allerdings nicht von der österreichischen Firma Umdasch hergestellt, sondern von der Fa. Lockfisch, die mittlerweile eigene Pellis erzeugt (von Umdasch zertifiziert). Herr Lockfisch hat mir in einem Telefonat mal erzählt, dass er jede Menge Pallets in die Müllverbrennung gefahren hat, bis seine Produktion so war wie erwartet.
- 2,5 % wären mir persönlich zu viel Staub und ein Grund da nicht mehr zu kaufen. Ob's zulässig ist, weiß ich nicht.
Viele Grüße!
-
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 08.01.2026
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Pelletqualität: Staubanteil, Messmethoden und Reklamation
💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die korrekte Messung des Staubanteils in Pellets, die Akzeptanz von erhöhten Staubwerten nach dem Einblasen und die Durchführung einfacher Tests zur Qualitätsprüfung. Es wird auch die Bedeutung der Pelletqualität gemäß DINAbk. Plus Norm und möglicher Reklamationsansprüche angesprochen.
📊 Fakten/Zahlen: Ein Nutzer stellte einen Staubanteil von 2,5 % in seinen Pellets fest. Ein anderer Nutzer erreichte bei einer ähnlichen Messung einen Wert von 0,35 %. Die Norm geht von maximal 1 % Staubanteil vor Auslieferung aus. Details zur Messmethode finden Sie im Beitrag Pelletanalyse: Staubanteil Messung <1mm korrekt?.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Der Beitrag Pellet Staubanteil: 2,5% nach Einblasen akzeptabel? deutet an, dass ein erhöhter Staubanteil nach dem Einblasen tolerierbar sein könnte. Dies sollte jedoch kritisch hinterfragt und mit den geltenden Normen (DIN Plus) abgeglichen werden, um mögliche Reklamationsansprüche zu wahren.
🔧 Praktische Umsetzung: Ein Nutzer beschreibt im Beitrag Pelletqualität: Staubanteil Test mit Nudelsieb – Ergebnisse seine Methode zur Staubanteilbestimmung mit einem Nudelsieb. Diese einfache Methode kann als erster Indikator für die Pelletqualität dienen.
✅ Zustimmung/Empfohlen: Die Diskussionsteilnehmer tauschen sich konstruktiv über Messmethoden und akzeptable Staubanteile aus. Es wird empfohlen, die Pelletqualität regelmäßig zu prüfen und bei Abweichungen von den Normen den Lieferanten zu kontaktieren. Die korrekte Messung wird im Beitrag Pelletqualität prüfen: Messmethode für Staubanteil erläutert.
👉 Handlungsempfehlung: Überprüfen Sie die Pelletqualität regelmäßig, dokumentieren Sie Ihre Ergebnisse und vergleichen Sie diese mit den Angaben des Lieferanten und den geltenden Normen (DIN Plus). Bei erheblichen Abweichungen sollten Sie den Lieferanten kontaktieren und gegebenenfalls eine Reklamation in Erwägung ziehen. Achten Sie auf die korrekte Lagerung der Pellets, um die Staubentwicklung zu minimieren.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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